Musikunterricht für schwerhörige Kinder

Musikunterricht für schwerhörige Kinder und Kinder mit Cochlea-Implantat

Das hörbeinträchtigte Kind soll aufgrund entsprechender pädagogischer Anleitungen Geräusche, Klänge, Laute, Sprache (akustische Reize) wahrnehmen, unterscheiden, erkennen, wiedererkennen und verstehen lernen. Um Sprache zu verstehen und produzieren zu können, spielen das Erkennen, Gestalten und Beherrschen  rhythmischer Strukturen  eine wesentliche Rolle. Aus diesem Grund sind Übungen der rhythmisch-musikalischen Förderung (ergänzend zu den anderen Förderinhalten) Bestandteil der regelmäßigen Fördereinheiten.

Sprache und Musik haben viele gemeinsame Eigenschaften. Die auditive Wahrnehmung (das Hören) von Sprache und Musik schult die Fähigkeit, zwischen verschiedenen Sounds zu unterscheiden, deren Tonhöhen, Dauern, Intensitäten und Klangfarben. Aber auch die Art, wie sich diese Klänge im Lauf der Zeit verändern. Diese Eigenschaften wecken beim Zuhörer die Fähigkeit Klänge zu interpretieren und ihre Bedeutung zu verstehen. Diese Gemeinsamkeiten zwischen Musik und Sprache ermöglichen es, Musik und die Instrumentalstunde (Einzelunterricht) als Musiktherapie zu verwenden, als Alternative und als angenehme Abwechslung zu traditionellen Hörtrainingtechniken.

Diese Art des Unterrichtes führt Frau Krassimira Kerezova durch. Deren speziellen Ziele sind dabei:

  • Einbeziehung von sinnvollen Beschäftigungen in die Freizeit der Kinder
  • Erweiterung der kommunikativen Fähigkeiten der Kinder
  •  Hörwahrnehmung und Sprachentwicklung durch die Musik
  • Lautbildungs-und Wahrnehmungsübungen durch die Musik
  • Förderung der Atmung
  • Förderung der Lippen-Zungen und Gesichtsmuskulatur
  • Förderung der Aufmerksamkeit und Konzentration,
  • Gedächtnistraining